INFO Fünf Bollwerke
Die historische Stadtführung organisierte das Orsoyer Kult(o)ur-fenster, der Rheinberger Heimatverein und die Stadt Rheinberg. Orsoy war eine pentagonale Festung, da die Stadt fünf Verteidigungsbollwerke hatte. Die ehemalige Festungsstadt lag zeitweise unter Napoleons Kontrolle.
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Führung durch Orsoy
Führung durch Orsoy: Die alte Stadt entstand am Reißbrett
Wer käme heutzutage schon darauf, dass Orsoy einmal eine Insel war? Und doch: Zu mittelalterlichen Zeiten lag die alte Festungsstadt mitten im Rhein, wie Stadtführer Dr. Wilfried Boroch während der historischen Führung in Orsoy den knapp zehn Teilnehmern erklärte. Der Stadtführer berichtete seinen interessierten Zuhörern, dass in dem Ort im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Besatzer das Sagen hatten. Holländer, Spanier und Franzosen nutzten Orsoy als Garnisonsstadt.
Umzingelt
Dr. Wilfried Boroch schilderte eindrucksvoll, dass Orsoy über Jahrhunderte hinweg in unzählige Kriege und Schlachten - wie den Religionskriegen - verwickelt war. Die Kontrahenten „liehen" sich immer wieder Truppen unter anderem von den Holländern und den Spaniern, die den 80-jährigen Krieg austrugen und bis nach Orsoy kamen.
Während die alte Garnisonsstadt zu Kleve gehörte, lag das benachbarte Rheinberg im übrigens Machtbereich des Bistums Köln. Orsoy bildete auf der linken Rheinseite die südlichste Grenze des Klever Landesherren - umzingelt vom Machtbereich anderer Herrscher - die alte Festungsstadt war eine Enklave.
Dr. Wilfried Boroch schilderte eindrucksvoll, dass Orsoy über Jahrhunderte hinweg in unzählige Kriege und Schlachten - wie den Religionskriegen - verwickelt war. Die Kontrahenten „liehen" sich immer wieder Truppen unter anderem von den Holländern und den Spaniern, die den 80-jährigen Krieg austrugen und bis nach Orsoy kamen.
Während die alte Garnisonsstadt zu Kleve gehörte, lag das benachbarte Rheinberg im übrigens Machtbereich des Bistums Köln. Orsoy bildete auf der linken Rheinseite die südlichste Grenze des Klever Landesherren - umzingelt vom Machtbereich anderer Herrscher - die alte Festungsstadt war eine Enklave.
Gerades Straßennetz
Orsoy bekam 1285 die Stadtrechte und wurde dann urkundlich erstmalig erwähnt. Die Urkunde liegt im Kloster Kamp. Nach dieser Anerkennung wurde die Stadt in den Jahren darauf befestigt. Eine 70 Meter breite und 100 Meter lange Stadtmauer entstand, die auch heute noch stellenweise vorhanden ist. Am Rheintor zeigte Dr. Boroch den Teilnehmern einen Plan des alten Orsoy: „Die Stadt entstand am Reißbrett". Das zeige vor allem das gerade Straßennetz, das auch heute noch im Stadtkern erhalten ist. Die Ost-West-Tangente hatten als Eingänge das Eger- und das Binsheimertor. Die Ein- und Ausgänge der Nord-Südachse waren das Kuh- und das Rheintor. Boroch erklärte, dass das heutige Rheintor nicht das Originaltor sei. Das ehemalige Rheintor lag zirka 50 Meter weit im Ort drinnen lag. Im 19. Jahrhundert wurde das Rheintor unter anderem wegen der historischen Bedeutung und zum Hochwasserschutz neu aufgebaut. Vom Rheintor aus ließen die Geschichtsinteressierten ihren Blick zum Alte Zollhaus schweifen, das früher einen hohen Stellenwert in der alten Stadt hatte: Vorbeifahrende Schiff mussten Zoll bezahlen.
Neben den alten Stadtgrenzen zeigte der Stadtführer der Gruppe auch u.a. noch die Kirchen und Zeugnisse vergangener wichtige Wirtschaftsmotoren Orsoys wie die Zigarrenfabrik: „Orsoy war von 1850 bis 1950 von der Zigarrenindustrie geprägt.
Orsoy bekam 1285 die Stadtrechte und wurde dann urkundlich erstmalig erwähnt. Die Urkunde liegt im Kloster Kamp. Nach dieser Anerkennung wurde die Stadt in den Jahren darauf befestigt. Eine 70 Meter breite und 100 Meter lange Stadtmauer entstand, die auch heute noch stellenweise vorhanden ist. Am Rheintor zeigte Dr. Boroch den Teilnehmern einen Plan des alten Orsoy: „Die Stadt entstand am Reißbrett". Das zeige vor allem das gerade Straßennetz, das auch heute noch im Stadtkern erhalten ist. Die Ost-West-Tangente hatten als Eingänge das Eger- und das Binsheimertor. Die Ein- und Ausgänge der Nord-Südachse waren das Kuh- und das Rheintor. Boroch erklärte, dass das heutige Rheintor nicht das Originaltor sei. Das ehemalige Rheintor lag zirka 50 Meter weit im Ort drinnen lag. Im 19. Jahrhundert wurde das Rheintor unter anderem wegen der historischen Bedeutung und zum Hochwasserschutz neu aufgebaut. Vom Rheintor aus ließen die Geschichtsinteressierten ihren Blick zum Alte Zollhaus schweifen, das früher einen hohen Stellenwert in der alten Stadt hatte: Vorbeifahrende Schiff mussten Zoll bezahlen.
Neben den alten Stadtgrenzen zeigte der Stadtführer der Gruppe auch u.a. noch die Kirchen und Zeugnisse vergangener wichtige Wirtschaftsmotoren Orsoys wie die Zigarrenfabrik: „Orsoy war von 1850 bis 1950 von der Zigarrenindustrie geprägt.
INFO Fünf Bollwerke
Die historische Stadtführung organisierte das Orsoyer Kult(o)ur-fenster, der Rheinberger Heimatverein und die Stadt Rheinberg. Orsoy war eine pentagonale Festung, da die Stadt fünf Verteidigungsbollwerke hatte. Die ehemalige Festungsstadt lag zeitweise unter Napoleons Kontrolle.
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