Mit viel Herzblut für Orsoy
In Orsoys Kulturleben, zumindest dem literarischen, begann am Dienstagabend eine neue Zeitrechnung: Der Verein LeseLust Orsoy hat einen komplett neuen Vorstand.

Das ergab sich nach neunjähriger Arbeit des bisherigen Vorstandes in der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Das lag aber nicht am fehlenden Interesse des bisherigen Vorstandsteams, das bis auf Schriftführer Ralf Verheyen, der unwesentlich später in die Vorstandsarbeit einstieg, seit neun Jahren kontinuierlich im Amt war. Es war auch nicht der Mangel an neuen Ideen oder fehlende Kreativität, der zum Rücktritt des gesamten Vorstandes führte. Vorsitzende Michaele Damschen: „Wir haben das über einen längeren Zeitraum vor uns her geschoben." Es war ein schleichender Prozess: Wieder aufgenommene Berufstätigkeit - Familie und Engagement für LeseLust ließen sich schwer vereinbaren. „Das ging auf Kosten persönlicher Energie", urteilt sie.

„Es hat riesigen Spaß gemacht"
„Wir haben das alle gerne gemacht. Es hat riesigen Spaß gemacht", versichert die scheidende Vorsitzende. Man stehe ständig für den Verein da. „Das ist für ein Ehrenamt ganz schön viel." Der bevorstehende Umzug von Petra Groppe-Höch gab den Ausschlag. Mit ihr als bisheriger Kassiererin und der Vorsitzenden beschlossen auch die 2. Vorsitzende, Barbara Klüppel, und Schriftführer Ralf Verheyen ihre Ämter in neue Hände zu geben.

Mit Petra Gehnen als neuer 1. Vorsitzender, Klaus Geldermann als ihr Stellvertreter, Günther Vieten (Schriftführer) und Wilfried Gehnen (Kassierer) fanden sich vier Orsoyer, die LeseLust weiter führen. Mit anderen im Verein fühlt man sich als Team, wie es bisher war. Stets hatten weitere Orsoyerinnen in Teamarbeit den Vorstand unterstützt. Das bleibt auch so: Karin Lerch, Susanne Drückler und Sabine Hammermann machen engagiert weiter.

Karin Simon, Orsoys Ortsvorsteherin, zeigte sich ebenso zufrieden wie die bisherige Vorsitzende Michaele Damschen: „Ich bin sehr glücklich, dass wieder Menschen aus dem Ort die Vorstandsarbeit leisten." Die Ortsvorsteherin Karin Simon betonte den guten Ruf, für den LeseLust in den neun Jahren des Bestehens der Orsoyer Bücherei sorgte.

Am 15. Juli wird der Stab übergeben
„Da ist enorm viel aufgebaut worden, besonders für Kindergärten und Schulkinder, aber auch in der künstlerischen Präsentation." Den scheidenden vier Damen dankte Karin Simon für die gute Arbeit, dem neuen Vorstand wünschte sie viel Glück. „Der neue Vorstand muss den alten nicht kopieren. Der wird sicher auch neue Wege betreten wollen." So sieht es auch Michaele Damschen: „Die müssen sich erst einmal finden." Am 15. Juli ist dann Stabübergabe. Ins kalte Wasser springen die neuen Vorstandsmitglieder nicht: Das unterstützende Team bleibt.

Michaele Damschen sprach aus, was die Orsoyer denken: „Wir haben in neun Jahren ein gutes Büchereikonzept erstellt." Dazu zählten neben Büchereialltag Lesungen, Konzerte vor allem auch die Arbeit mit Orsoys Kindern. Mit beiden Kindergärten und der Grundschule besteht eine dauerhaft Kooperation, so dass die Kleinen fünf Jahre lang die Bücherei intensiv kennen lernen. Daran wird auch in den kommenden Jahren nicht gerüttelt. Würde es LeseLust nicht schon neun Jahre geben, müsste man den Verein schleunigst gründen. Aus Orsoys Kulturleben ist er nicht mehr weg zu denken..




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