Hoffmeyers Erzählungen

2010-07-20-2-rpDas Schreiben liegt Karl Hoff­meyer. Seit Jahren gestaltet der Prä­sident der Orsoyer Bürgerschützen das Programmheft zum Schützen­fest. Seinen historischen Spürsinn bewies er mit der Entdeckung einer Urkunde in der Abtei Hamborn, die Orsoys erste urkundliche Erwäh­nung im Jahr 1139 belegt. Was liegt da näher, als selbst ein Buch zur Ortsgeschichte zu verfassen?

 

Im Sitzungszimmer des Alten Or­soyer Rathauses stellte Hoffmeyer jetzt sein Buch „Meine Orsoyer Ge­schichte (n)" vor. Die Betonung liegt dabei auf der persönlichen Sicht­weise des kleinen Streifzuges durch die Vergangenheit. Hobbyhistori­ker, die ihr Wissen aus Geschichts­büchern vortragen können, gebe es in Orsoy genug, so Hoffmeyer. Ihm sei daran gelegen, seine eigenen Er­lebnisse in seinem Heimatort zu er­zählen. „Das Buch handelt von den Menschen, die mich in meinem Le­ben begleitet haben", sagt der 63-Jährige.

Diskussion im Internet
Den Ausschlag habe eine Diskus­sion im Internet gegeben, in der wenig Schmeichelhaftes über die Or­soyer zu lesen sei. „Das konnte ich nicht auf uns sitzen lassen", sagt Hoffmeyer. Seine Erzählungen sollen Vorurteile ausräumen, aber auch menschliche Schwächen nicht aussparen. „Jeder von uns hat seine Erinnerungen an frühere Zei­ten, als Kind, Jugendlicher oder Er­wachsener. Leider gibt es in unserer heutigen Welt wenig Gelegenheit, diese Erinnerungen auszutau­schen", heißt es im Vorwort des knapp 80 Seiten starken Bänd­chens.

Gepflegte Kneipen-Gespräche finden kaum noch statt. Stoff dafür gäbe es reichlich. Die Geschichten im Buch decken einen Zeitraum von den 50ern bis in die 90er Jahreab. Die meist humorvoll geschrie­benen Texte erzählen u.a. von den Auswirkungen der katholischen Se­xualaufklärung in der Nachkriegs­zeit, spannenden Fußball-Straßenwettkämpfen, vom „Ströpen", der Nachbarschaftshilfe und einem selbst erlebten Sparkassenüberfall


Anekdoten aus dem Schützenleben
Natürlich dürfen auch Anekdo­ten aus dem Schützenleben nicht fehlen. Hoffmeyer schlägt aber auch ernste Töne an, wenn er von ganz persönlichen Begegnungen und Verlusten berichtet. Nur sechs Wochen brauchte er, um die kurz­weiligen Geschichten zu Papier zu bringen. Dies habe er auf seine et­was andere Art getan, weniger mit historischem Ernst, so der Autor.


Info
Hier gibt's das Buch
Das Buch „Meine Orsoyer Geschichte(n)" ist zum Preis von 8,90 Euro bei Lotto Peters und in der Sparkasse in Orsoy erhält­lich.
Der Reinerlös aus dem Verkauf soll den Grundstock für neue Uni­formen der Kindergrenadiere im Bürgerschützenverein Orsoy bil­den.

 




Schreiben Sie einen Kommentar, nur Mut !
Orsoy.net freut sich über Kommentare positiver als auch kritischer Natur.
Wir wollen hier keine Zensur walten lassen, jedoch behalten wir uns vor, Einträge und Links, die unsere moralische und gesellschaftliche Gesinnung unterlaufen, zu streichen.
Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Deine Kontaktdetails:
Kommentare:
:angry::0:confused::cheer:B):evil::silly::dry::lol::kiss::D:pinch:
:(:shock::X:side::):P:unsure::woohoo::huh::whistle:;):s
:!::?::idea::arrow:
Security
Gib bitte den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.