Hoffmeyers Erzählungen
Hoffmeyers Erzählungen
Das Schreiben liegt Karl Hoffmeyer. Seit Jahren gestaltet der Präsident der Orsoyer Bürgerschützen das Programmheft zum Schützenfest. Seinen historischen Spürsinn bewies er mit der Entdeckung einer Urkunde in der Abtei Hamborn, die Orsoys erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1139 belegt. Was liegt da näher, als selbst ein Buch zur Ortsgeschichte zu verfassen?
Diskussion im Internet
Den Ausschlag habe eine Diskussion im Internet gegeben, in der wenig Schmeichelhaftes über die Orsoyer zu lesen sei. „Das konnte ich nicht auf uns sitzen lassen", sagt Hoffmeyer. Seine Erzählungen sollen Vorurteile ausräumen, aber auch menschliche Schwächen nicht aussparen. „Jeder von uns hat seine Erinnerungen an frühere Zeiten, als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener. Leider gibt es in unserer heutigen Welt wenig Gelegenheit, diese Erinnerungen auszutauschen", heißt es im Vorwort des knapp 80 Seiten starken Bändchens.
Gepflegte Kneipen-Gespräche finden kaum noch statt. Stoff dafür gäbe es reichlich. Die Geschichten im Buch decken einen Zeitraum von den 50ern bis in die 90er Jahreab. Die meist humorvoll geschriebenen Texte erzählen u.a. von den Auswirkungen der katholischen Sexualaufklärung in der Nachkriegszeit, spannenden Fußball-Straßenwettkämpfen, vom „Ströpen", der Nachbarschaftshilfe und einem selbst erlebten Sparkassenüberfall
Anekdoten aus dem Schützenleben
Natürlich dürfen auch Anekdoten aus dem Schützenleben nicht fehlen. Hoffmeyer schlägt aber auch ernste Töne an, wenn er von ganz persönlichen Begegnungen und Verlusten berichtet. Nur sechs Wochen brauchte er, um die kurzweiligen Geschichten zu Papier zu bringen. Dies habe er auf seine etwas andere Art getan, weniger mit historischem Ernst, so der Autor.
Info
Hier gibt's das Buch
Das Buch „Meine Orsoyer Geschichte(n)" ist zum Preis von 8,90 Euro bei Lotto Peters und in der Sparkasse in Orsoy erhältlich.
Der Reinerlös aus dem Verkauf soll den Grundstock für neue Uniformen der Kindergrenadiere im Bürgerschützenverein Orsoy bilden.
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