Mein Fest - Dein Fest
Der Weihnachtsmarkt ist tot, es lebe der Weihnachtsmarkt? Nein, denn in diesem Jahr heißt der Weihnachtsmarkt in Orsoy Adventmarkt und der Veranstalter ist nicht die Werbegemeinschaft, sondern die evangelische Kirchengemeinde.

Dabei hätte die Werbegemeinschaft in diesem Jahr allen Grund gehabt, ihren Weihnachtsmarkt besonders zu feiern. Schließlich sollte es der 25. sein. Stattdessen schickte die Truppe um Vorsitzenden Udo Bonn eine Pressemitteilung, zu der sie auch kein weiteres Wort mehr sagen mochte. Der Platz vor der Kirche reiche wegen der Baustelle nicht aus, das Presbyterium habe nicht erlaubt, die Kirche selbst zu nutzen. Und andere Plätze zusätzlich zu der Fläche vor der Kirche zu nehmen, sei eine unglückliche Lösung. Zudem sei Bonn mitgeteilt worden, dass bei einem Umzug zum Beispiel auf den Parkplatz am Nordwall auf dem Kirchvorplatz zusätzlich etwas stattfinden würde. Erklären wollte Bonn dies nicht, derjenige welche wüsste schon, wer gemeint sei. Nach Informationen der Redaktion soll dies auf Pfarrer Uwe Klein gemünzt sein. Denn dass hinter den Kulissen alles andere als Friede auf Erden geherrscht habe, verrät der letzte Satz der Pressemitteilung: Der Vorstand hoffe, den Weihnachtsmarkt 2011 „wie gewohnt unter Leitung der Werbegemeinschaft durchzuführen".


Verkaufsoffener Sonntag

In diesem Jahr macht's die Gemeinde. Der Termin sei so traditionell, erklärt Klein, dass es doch schade sei, wenn dort nichts stattfinde. Platz sei auch genug, zudem werde in der Kirche auch etwas stattfinden. Und: „Wir freuen uns, wenn die Werbegemeinschaft 2011 wieder mit dabei ist."

Dass Klein und seine Mitstreiter einen Adventmarkt vor der Kirche aufziehen wollen, dürfte die Orsoyer Geschäftsleute freuen. Denn die haben für den 5. Dezember einen verkaufsoffenen Sonntag eingeplant. Dazu ist die Beschlusslage in Rheinberg glasklar: Einen verkaufsoffenen Sonntag nur um des verkaufsoffenen Sonntags willen gibt es nicht. Solche Events sind nur gestattet, wenn sie mit besonderen Ereignissen verknüpft werden.

Und was sagen die Orsoyer? Dazu ein Kommentar von der Internetplattform orsoy.net: Don Camillo und Peppone.




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Kommentare (4)
  • Anonym
    Vorstand der Werbegemeinschaft sagt Weihnachtsmarkt ab - da hat der Vorstand ja ganze Arbeit geleistet. So ganz im Interesse seiner Mitglieder. Herzlichen Glückwunsch!
  • Anonym
    Mich würde es nicht wundern, wenn der Adventsmarkt jetzt auf den 4. Dezember 2010 verlegt wird. Damit wäre der verkaufsoffene Sonntag nämlich dann auch wieder hin :evil:
  • Anonym
    Wo bitte liegt das Problem einmalig mehr zu investieren um die Egerstraße für den Weihnachtsmarkt zu sperren? Das wäre ALLEN zu Gute gekommen. Schließlich ist die ev. Kirche eine ORSOYER Kirche und der Umbau sollte doch möglichst von ALLEN ORSOYERN unterstützt werden. Wenn nicht mit Spenden, dann mit Taten oder zumindest moralisch. Um die Finanzierung des Kirchenumbaus zu unterstützen, wäre es schon vorteilhafter den Weihnachtsmarkt VOR der Kirche WIE IMMER stattfinden zu lassen.
    Warum nicht einen Kompromiss gefunden? Kostenbeteiligung oder mehr Stände anwerben, um die Kosten vielleicht durch Standmieten auszugleichen!? HALLO? 25jähriges!!! Sozusagen Silberhochzeit des ORSOYER Weihnachtsmarktes!!!
    Aber nein, da wird sich wie zwei trotzige Kinder in die Ecke gestellt und "ätschibätschi" gemacht.
    Das wirft auf beide Seiten kein gutes Licht und schon gar nicht auf Orsoy!
    Peinlich peinlich.
    Und was ist das Ende vom Lied? Am Ende gibt es gar keinen Weihnachtsmarkt mehr in Orsoy. Und irgendwann ist ganz tote Hose hier. Prima. Weiter so.
    Als externer Standbesitzer würde ich es mir jedenfalls noch einmal überlegen noch einmal nach Orsoy zu kommen. Wie in der Zeitung schon stand: Alternativen gibt es genug!
  • Anonym
    Anstatt miteinander zu reden und eine für alle Seiten gütliche Einigung zu erzielen, werden lieber Blendgranaten in der Presse gezündet.
    Das ist einfach nur noch peinlich. Auf der Strecke bleibt wie immer der Bürger.
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