Orsoyer Wasserkraftwerk
Orsoyer Wasserkraftwerk geht noch nicht in Betrieb
Dass sich aus der Fließgeschwindigkeit des Rheins Energie gewinnen lassen muss, schwirrte dem Orsoyer Marketingkaufmann Udo Bonn, der in Binsheim die Firma AK-Klima betreibt, schon seit einigen Jahren im Kopf rum. Schnell war die Idee geboren ein Oberflächen-Wasserkraft zu bauen.
Aus der Idee wurde ein zweimal drei Meter großer Holz-Ponton, auf dem em Holzrad installiert ist. "Die Schöpftiefe ist 40 Zentimeter, das Rad hat einen Durchmesser von einem Meter", erklärte Bonn gestern bein Stapellauf seines Wasserkraftwerks.
Das Prinzip sei denkbar einfach, verriet der Orsoyer. "Die niedrige Drehzahl des Wasserrads wird im Getriebe zu einer hohen Drehzahl übersetzt. Das wird an einem Generator weitergeleitet, der Strom erzeugt", beschrieb der Konstrukteur. Doch wie es nun mal oft mit Prototypen ist, läuft anfänglich nicht alles wie am Schnürchen. Das Befestigen der Anlage am Rheinsteiger funktionierte nicht. Vom Woltershof hatten Bonns Freunde Karsten Barse und Hans-Albert Schürmann die Konstruktion über den Rhein gezogen. Am Steiger wartete Bonn, um das Wasserkraftwerk festzumachen. Langsam fuhr Karsten Barse mit dem Motorboot an den Steiger ran, Schurmann hielt den Ponton mit dem Seilfest. Doch die Kraft des Rheins hatten alle unterschätzt. Schurmann entglitt die Leine und das Wasserkraftwerk trieb ab. Das Wasser- und Schifffahrtsamt, das mit einem Boot vor Ort war, barg den Ponton. "Dieses Jahr wird das wohl nichts mehr geben, aber jetzt bleibt Zeit alles zu analysieren. Jedenfa ls hat die Aktion gezeigt, welche Kraft der Rhein hat, da ist Strom rauszuholen", so Bonn, der das Wasserkraftwerk modifizieren will.
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