Die Lust am Lesen
Wann sie das letzte Mal einen dicken Schmöker durchgelesen hat, daran kann sich Petra Gehnen gar nicht mehr erinnern. Zu zeitintensiv ist ihre neue Aufgabe. Seit Herbst vergangenen Jahres ist die Orsoyerin Vorsitzende des Vereins Leselust.

2011-01-27-nrz

Und das sei „eine wirkliche tolle Beschäftigung", wie sie sagt. Schließlich hat Petra Gehnen dadurch nicht nur viel mit Menschen zu tun, sondern auch mit ihrem liebsten Hobby: Bücher.

Denn der Verein Leselust betreibt die Bücherei im Alten Stadthaus an der Kuhstraße. Mit einem fleißigen, ehrenamtlichen Team sorgt Petra Gehnen dafür, dass in Orsoy und Umgebung nicht der Lesestoff ausgeht. Nach dem Rücktritt des alten Vorstands im Juni 2010, hat sich der jetzige – – Klaus Geldermann, Gunter Vieten, Wilfried Gehnen – neu formiert. Die engagierten Teammitglieder Susanne Drückler, Sabine Sorge-Hammermann und Karin Lerch kümmern sich schon seit mehreren Jahren um die Ausleihe. Rita Müller und Rolf Susen sind erst seit neuestem mit dabei.

2001 gründeten Orsoyerinnen des Verein Leselust. Der Grund: Die Stadt konnte die Bücherei in dem Ortsteil nicht mehr halten, die Damen wollten aber nicht ihren Kindern und den Anwohnern zumuten, für neuen Lesestoff weite Wege auf sich zu nehmen.

Über 3500 Medien im Angebot
So betreibt der Verein Leselust die Bücherei seither engagiert mit einem ehrenamtlichen Team. „Natürlich unterstützt mit finanziellen Mitteln seitens der Stadt", wie der zweite Vorsitzende, Klaus Geldermann erklärt. Mit diesen werden aber eben nicht die Mitarbeiter bezahlt. Vielmehr die laufenden Kosten wie Strom gedeckt und neue Bücher gekauft.


„Einmal im Monat haben wir eine Teamsitzung", erzählt Susanne Drückler vom Büchereiteam Leselust. Hier werden organisatorische Dinge besprochen, aber eben auch Vorschläge für Neuanschaffungen – für Erwachsene und Kinder gleichermaßen – gemacht. Denn zum Glück sind alle Teammitglieder der Ausleihe richtige Bücherwürmer, die mit Leidenschaft lesen – und damit viele Ideen für den neuesten Lesestoff mitbringen.

Natürlich dürfen dabei auch die fleißigen Leser der rund 3542 Medien mitreden. Kleine Briefkästen für Erwachsene und Kinder mit viel Platz für Anregungen und Wünsche sind in der Bücherei zu finden.

Neben dem Fokus auf aktuelle Literatur, liegt dem Team nach wie vor die Leseförderung am Herzen. So gibt es für die Orsoyer Grundschüler eigene Schulklassen-Öffnungszeiten: und zwar ab dem zweiten Schulhalbjahr immer Freitagsvormittag.

„Und selbst die Orsoyer Kindergärten kommen abwechselnd zum Hineinschnuppern einmal im Monat montags vorbei", erzählt Susanne Drückler, die sich mit Vorliebe um den Lesenachwuchs kümmert.

Eingeladen, die Orsoyer Bücherei Leselust einmal zu besuchen sind im Übrigen nicht nur die „einheimischen" Lesefreunde: „Unsere Tür steht jedem offen, der Bücher gerne hat", so Klaus Geldermann. Zum Beispiel auch dann, wenn er noch neuwertige Bücher hat, die erst einmal gelesen sind, aber nicht mehr ins Bücherregal passen. „Wir nehmen sie gerne als Spende an", sagt Petra Gehnen.




Schreiben Sie einen Kommentar, nur Mut !
Orsoy.net freut sich über Kommentare positiver als auch kritischer Natur.
Wir wollen hier keine Zensur walten lassen, jedoch behalten wir uns vor, Einträge und Links, die unsere moralische und gesellschaftliche Gesinnung unterlaufen, zu streichen.
Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Deine Kontaktdetails:
Kommentare:
:angry::0:confused::cheer:B):evil::silly::dry::lol::kiss::D:pinch:
:(:shock::X:side::):P:unsure::woohoo::huh::whistle:;):s
:!::?::idea::arrow:
Security
Gib bitte den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.