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Orsoy: Maroder Radweg wird zur Gefahr

Der Radweg entlang der Landstraße ist in einem erbärmlichen Zustand, beklagen Petra Gehnen und ihr Mann Dieter. Viele Bürger wie Uwe Stieler und Willi Hauser sind ihrer Meinung.
Rheinberg. Bürgermonitor: Petra Gehnen hat Bürgermeister und Straßen NRW bereits informiert. - Passiert ist noch nichts. Von Nicole Maibusch

Petra Gehnen benötigt genau ein Wort, um den Zustand des Rad-/Fußweges entlang des Kuhdyk zu beschreiben: "saumäßig".

Unzählige Schlaglöcher, Risse und Querrillen sowie wucherndes Strauchwerk säumen die Strecke von Vierbaum nach Orsoy - und das nicht erst seit kurzer Zeit. "Ist man allein unterwegs, kann man noch ausweichen, doch bei Gegenverkehr ist man auf dem maximal zwei Meter breiten Weg bisweilen gezwungen abzusteigen", erläutert Gehnen, die hier selbst regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist. Die Strecke ist viel frequentiert - von Spaziergängern, Senioren mit Rollatoren, Radlern und E-Bikern. Unverständlich, dass die Asphaltdecke nicht längst erneuert wurde, findet Petra Gehnen.

Denn bereits im Oktober 2014 hatte die 73-Jährige den damaligen Bürgermeister Mennicken auf die Situation hingewiesen. "Die Stadt hat auch sofort reagiert", berichtet die Orsoyerin. Mit einem Schreiben, dass der Kuhdyk als Landstraße L10 in den Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei Moers falle; der Hinweis sei entsprechend weitergeleitet worden. Passiert sei dann aber nichts.

Zwei weitere Jahre hat Petra Gehnen ihre "Slalomtechnik" auf dem Kurs entlang des Kuhkyk verfeinert. Bis sie im August letzten Jahres die Schlaglochpiste satthatte, zum Telefonhörer griff und die Straßenmeisterei Moers kontaktierte. "Ich habe deutlich darauf hingewiesen, dass die Schäden durchaus eine Gefahrenquelle darstellen - insbesondere für Menschen, die vielleicht nicht mehr ganz so sicher auf dem Rad oder so gut zu Fuß sind", sagt die engagierte Orsoyerin. Prompt seien nur wenige Tage später Hinweisschilder mit der Aufschrift "Achtung Radwegeschäden" montiert worden.

Jetzt steht die nächste Radsaison vor der Tür, der Weg entlang des Kuhdyk ist immer noch marode. "Dass nicht sofort Geld für eine grundlegende Sanierung bereitgestellt werden kann, ist angesichts knapper Kassen verständlich", so Petra Gehnen. Dennoch fragt sie sich, ob das nun ein Dauerzustand bleiben soll.

"Die Schäden sind uns bekannt", bestätigt Gregor Hürter von der Regionalniederlassung Niederrhein bei Straßen NRW. Da "Flickwerk" hier nicht mehr zweckmäßig und sinnvoll sei, solle eine grundlegende Sanierung schnellstmöglich erfolgen. Ein Zeitpunkt für die Arbeiten sei aber aufgrund fehlender Landesmittel bislang nicht absehbar.
Quelle: RP

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